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Die "Hall of Fame" der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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In der Hall of Fame werden Abschlussarbeiten gewürdigt, die durch ihre inhaltliche und methodische Qualität, durch den besonderen Gegenstand, durch ihren treffsicheren Praxisbezug, durch das Engagement, das in der Bearbeitung deutlich wird, besonders auffallen und aus den mit "sehr gut" benoteten Arbeiten herausragen.


Diese Seite ist umgezogen. Sie finden diese ab sofort unter https://www.fh-koeln.de/angewandte-sozialwissenschaften/hall-of-fame_17685.php
Wir gratulieren den am 7. November 2013 ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen:


Elena Bockstegers, "Intuition in der psychosozialen Beratung"
(Bachelor-Thesis, BetreuerIn: Prof. Dr. Schneider, Heidrun Stenzel)

Elena Bockstegers beschäftigt sich in ihrer Bachelor-Thesis mit der Relevanz von Intuition in der psychosozialen Beratung. Sie erarbeitet durch Anknüpfung an philosophische und psychoanalytische Denkrichtungen ein Verständnis von Intuition, das die anschließend systematisch auf die Professionstheorie Sozialer Arbeit und auf das spezielle Feld der Frauenberatung bezieht.
Im Zentrum steht die Frage auf welche Weise mit unvorhersehbaren und unkontrollierbaren, situationsspezifischen Wirkungszusammenhängen in einer professionellen Beratungsarbeit umzugehen ist. Sie beschreibt eindrucksvoll, dass es hier nicht um das Baugefühl geht sondern um eine professionelle Intuition und, wie sie verstanden werden kann.
Im empirischen Teil untersucht Frau Bockstegers anhand von problemzentrierten Interviews mit Fachkräften aus Frauenberatungsstellen die Relevanz, Funktion und Rolle von Intuition in Beratungssituationen. Hierbei ist das methodische Vorgehen gut umgesetzt und sie kommt zu aufschlussreichen Ergebnissen.
Die Arbeit besticht durch hohe transformatorische Verbindungen zwischen Theorie und Praxis. Frau Bockstegers versteht es, sowohl das „Große und Ganze“ der Sozialen Arbeit als auch ein spezielles Praxisfeld in ihre Betrachtung einzubeziehen. Besonders zu würdigen ist auch die Klarheit der Fragestellung und die Gliederung der Arbeit auf einem Themengebiet, das bislang – zumindest unter dem Begriff der Intuition - wenig Beachtung findet.



Elliger/Gredler/Scheidgen
Marcel Gredler, "Evaluation der Arbeitsleistung nach §§ 10, 15 JGG"
Bachelor-Thesis, Betreuer: Lukas Pieplow, Prof. Dr. Elliger)

Thema der empirischen BA-Thesis von Marcel Gredler ist die „Evaluation der Arbeitsleistung nach §§ 10, 15 JGG“. Ziel der Arbeit ist es, die präventive Wirkung der Arbeitsleistung als Sanktion im Jugendstrafrecht zu überprüfen. Obwohl die Arbeitsleistung die Sanktion ist, die im Jugendstrafrecht am häufigsten auferlegt und angeordnet wird, wird ihr in den Fachdiskussionen vergleichsweise selten Aufmerksamkeit gewidmet.
Zu Beginn der Arbeit steht ein historischer Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung des Jugendgerichtsgesetzes, um auf dieser Grundlage Wesen und Ziele der Erziehungsmaßregeln und Zuchtmittel und hier insbesondere der Arbeitsweisung und Arbeitsauflage zu bestimmen. Die Arbeit zeichnet sich hier durch präzise Argumentation und detailliertes Quellenstudium aus.
Ausgehend von den Zielen der Arbeitsleistung entwickelt Gredler - basierend auf einer genauen Kenntnis des Feldes - Hypothesen zu deren praktischer Umsetzung, die er anhand einer standardisierten empirischen Erhebung in den Städten Frechen, Kerpen und Köln überprüft. Die Untersuchung richtet den Blick auf die Einsatzstellen und die Umsetzung der Sanktion „Arbeitsleistung“ aus Sicht der verurteilten Jugendlichen.
Herr Gredler leitet aus den Untersuchungen Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die praktische Umsetzung von Arbeitsleistungen ab. Damit stößt die Arbeit nicht nur in eine Forschungslücke vor, sondern erweist sich auch als hochgradig handlungsrelevant für dieses Feld der Sozialen Arbeit.



Thimmel/Siede/Scheidgen
Jeanne Siede, "Soziale Arbeit mit traumarisierten Kindern – Welche Handlungskompetenzen benötigen SozialarbeiterInnen im Umgang mit traumatisierten Kindern in traumapädagogischen Intensivwohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe?"
(Betreuerin: Prof. Dr. Niebaum)

Frau Siede hat sich mit ihrer Arbeit einem Thema gewidmet, welches erst in den letzten fünfzehn Jahren zunehmend Raum in der Kinder- und Jugendhilfe eingenommen hat. Traumatisierte Kinder erfordern eine besondere Betreuung und einen besonderen Umgang.
Die Bedingungen, unter denen die Arbeit mit dieser Klientel stattfindet, sind komplex und dies hat Frau Siede sehr kompetent, umfassen und mit einem Tiefgang bearbeitet, der deutlich macht, dass sie weiß, wovon sie schreibt.

Im Verlauf verarbeitet Frau Siede sehr umfangreich, gleichzeitig aber knapp und präzise die relevanten Aspekte aus den Themenfeldern Pädagogik, Recht, Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie und verbindet sie mit Handlungsmethoden der Sozialen Arbeit. Dabei verfolgt sie konsequent den "roten Faden“ und ist in der Lage, die verschiedenen Themenfelder auf die besondere Klientengruppe zu beziehen.

Aus dem theoretischen Teil leitet Frau Siede offene Fragen ab, die Sie mithilfe qualitativen Forschungsmethoden beantwortet. Sie arbeitet mit narrativen Experteninterviews, die anhand der forschungsleitenden Fragetsellung ausgewertet werden. Auch der empirische Teil der Arbeit ist sehr komplex und die Autorin zeigt darin, dass sie die Grundsätze qualitativer Sozialforschung anwenden und Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen kann.



(Fotos: Costa Belibasakis/FH Köln)
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